Fröhliches Hallo in ungewissen Zeiten

Tag 1 des neuen Blogs und ich kann mich auf Grund der aktuellen Situation nicht auf meine eigentlichen Themen konzentrieren. Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, nicht über das Corona-Virus zu schreiben. Schließlich tun das jetzt genug Leute in den (sozialen) Medien und im Freundes- und Bekanntenkreis gibt es keinen anderen Gesprächsstoff. Man kommt an dem Thema nicht vorbei und so beschränke ich mich auf eine kurze Darstellung meiner Situation in Zeiten der Ungewissheit.

Ich gehöre einerseits zu den Privilegierten dieser Gesellschaft, da ich nicht mehr arbeiten gehen muss (ADHS und Burnout sowie Depressionen und diverse Autoimmunerkrankungen haben mich schon vor 8 Jahren aus dem Berufs-Leben katapultiert). Andererseits gehöre ich genau deswegen zur sogenannten Risiko-Gruppe. Ich finde das nicht wirklich schlecht und habe mich freiwillig in Quarantäne begeben. Soll heißen ich verlasse Haus und Garten  möglichst nicht und meine sozialen Kontakte beschränken sich auf meinen Ehemann und meinen Kater Taio. Kontakt mit meinem Sohn und Freunden habe ich über Telefon und WhatsApp. 
Nein, das ist nicht schlimm für mich. Endlich brauche ich keine Ausrede für meinen Hang zum Stubenhocken. Langeweile kenne ich eigentlich nicht, mein ADHS macht es mir möglich, mich mit vielen interessanten Dingen gleichzeitig zu beschäftigen und mich dabei pudelwohl zu fühlen. Ganz nach Tagesform kommt sogar mal was Gutes dabei ´raus.

So eine Pandemie hat meiner Meinung nach auch durchaus ihre guten Seiten. Ich genieße die Entschleunigung und Besinnung auf wichtige Dinge, beides kommt in unserem Alltag sonst zu kurz. 
Der Blick aus dem Fenster zum Beispiel heute Nachmittag: Sonne. Tauben sind in Frühlingsstimmung und turteln, erste Stechmücken suchen Einlass durch mein Insektennetz, die japanische Kirsche im Nachbarsgarten blüht zart rosa und unsere Magnolie im Vorgarten steht in den Startlöchern, um ihre wundervolle Blütenpracht zu präsentieren. Mit großer Selbstverständlichkeit singen die Meisen und Amseln – ist ja zum Glück keine Vogelgrippe. Hoffe, dass unsere Natur mal durchatmen kann und die Menschen zur Besinnung kommen. Das ewige Wachstums- und Gewinnstreben macht nicht nur krank, sondern auch Blind für das Schöne und Wichtige. 
Ich überlasse es dir, was das für dich ist.

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